Projekt Künstler, Maler, Kinder

Die Kunst erlaubt es den Menschen sich sehr vielfältig auszudrücken. Kinder sind immer kleine Künstler wenn sie die Gelegenheiten, die Freiräume und die Möglichkeiten dazu haben.
Bei unserem letzten künstlerischen Projekt haben wir uns mit der Malerei, den Bildern und natürlich den Malern auseinandergesetzt. Was liegt da näher als sich mit „unserem Maler“ Lois Huber zu befassen.
Zum Einstieg durften die Kinder viele verschiedene Bilder von vielen Malern auf Postkarten kennen lernen und auf sich wirken lassen. Danach wurden Bilder und Kunstdrucke unterschiedlicher Künstler in unserer „Galerie“ ausgestellt.
Und schließlich haben wir uns mit den Bildern von Lois Huber beschäftigt.
Die Familie von Lois Huber hat uns aus seinem Nachlass viele „ausgemusterte“ Bilder zur Verfügung gestellt, vielen herzlichen Dank dafür. Jedes Kind durfte sich ein Bild aussuchen. Diese Bilder wurden dann auf größeren Platten befestigt und die Kinder konnten sie weiter gestalten. Es war wirklich beeindruckend mit wie viel Hingabe sich viele Kinder ihrem Werk gewidmet haben und es sind tolle Gesamtkunstwerke entstanden.

Projekt Pferde

„Kvika und Blacky sind da!!!“

In unserer digitalen Zeit finden wir es besonders wichtig den Kindern viele Möglichkeiten zu bieten in und mit der Natur ihren Alltag zu gestalten.
Zu unserer natürlichen Umwelt gehört auch der tägliche, selbstverständliche Kontakt zu Tieren. Durch die Tiere erfahren und erlernen die Kinder Werte wie Vertrauen, Zuverlässigkeit, Stärke, Zuwendung, Verlässlichkeit, Rücksichtnahme, Treue, Freude, Ruhe, Entspannung uvm.
Um uns mit dem Thema gezielt auseinander zu setzen fand vor zwei Jahren in unserer Kita eine Fortbildung zu dem Thema „Tiergestützte Pädagogik“ statt. Nach dieser Fortbildung und intensiver Auseinandersetzung im Team waren wir uns einig:
Tiere sind eine große Bereicherung für die Kinder und wir wollen ihnen die Chance für regelmäßigen Tierkontakt bieten.
Nun folgten die nächsten Schritte und wir befragten erst einmal den Elternbeirat und dann die Eltern. Nachdem auch hier eine breite Zustimmung zu verzeichnen war folgten Gespräche mit dem Träger und der Gemeinde und schließlich war es soweit,
der Gedanke Pferde für die Kinder zu halten konnte in die Realität umgesetzt werden.
Etwas mühsam gestaltete sich noch die Suche nach einem geeigneten Platz im Dorf, möglichst nah am Kindergarten. Schließlich konnte auch dieses Problem zufriedenstellend gelöst werden.
Nun folgte ein bewundernswerter Einsatz vieler Eltern und Mitarbeiter und in ca. 400 freiwillig und ehrenamtlich geleisteten Stunden wurden zwei Koppeln, ein Paddock, der Weidetunnel und ein überdachter Putzplatz errichtet.
Kvika und Blacky konnten einziehen !!!
Beide Pferde wurden uns für einen symbolichen Euro verkauft. Kvika, eine Isländer –Stute, kommt aus einem Isländer Gestüt bei Rosenheim und Blacky, ein Mini –Shetlandpony –Wallach, vom Wildpark in Oberreith.
Nun die spannende Frage: Mögen sich die Beiden? Gott sei Dank war es Liebe auf den ersten Blick und unsere Pferdchen sind beste Freunde.
Kvika und Blacky sin sehr ruhige, entspannte Tiere, die an Kinder gewohnt sind und gerne geputzt und gestreichelt werden.
Wir achten darauf, dass die Kinder einen pferdegerechten Umgang lernen, damit es Pferden und Kindern gut miteinander geht.
Nicht nur der direkte Kontakt ist eine Bereicherung, den Kindern macht es auch viel Freude die Pferde zu beobachten oder sie einfach auf der anderen Seite des Kindergartenzaunes zu wissen und sie ganz selbstverständlich neben ihrem Spiel wahrzunehmen.

Um die Grundlagen für die Pferdehaltung schaffen zu können haben wir die Spenden der letzten beiden Jahre und den Erlös der Kita – Läufe gesammelt, vielen Dank noch mal an alle diese Spender. Mit diesem finanziellen Polster konnten wir gut starten und alles Nötige aufbauen. Es hat uns natürlich auch sehr geholfen, dass uns die Firma Kerstens Material und Maschineneinsatz gespendet hat. Viele, vielen Dank dafür.
Von dem Sägewerk Beringer haben wir die Bretter für den Zaum bekommen, Dankeschön.
Und noch herzlichen Dank an das Kleidermarktteam, die Sparkasse und die Frauengemeinschaft Evenhausen für weitere Spenden, die es uns ermöglichen die notwendige Ausstattung für die Pferde anzuschaffen.

Der laufende Unterhalt kann von den jährlichen Einnahmen des Kita – Laufes bestritten werden.
Die Kinder sind immer schon mit großer Freude gelaufen, wenn es nun darum geht für ihre Pferde zu laufen werden sie bestimmt mit noch mehr Eifer dabei sein.

Gruppenbericht Mai, Juni, Juli 2018

Das entspannte und fröhliche Miteinander, das im letzten Bericht beschrieben wurde, hat sich weiterhin fortgesetzt. Die Kinder genießen sichtlich das anregende Zusammensein und die Möglichkeiten, die ihnen der Kindergarten bietet.

Ein Höhepunkt war natürlich als die Kita – Pferde Blacky und Kvika auf der Koppel neben dem Garten des Kindergartens eingezogen sind.

Das Beobachten und der Umgang mit den Tieren gefällt den Kindern gut. Die Tiere freuen sich über die Aufmerksamkeit und Zuwendung und vermitteln die Freude auch den Kindern. Die Pferde kommen neugierig an den Zaun und die Kinder nehmen vorsichtig Kontakt auf, sie beobachten die Pferde und sprechen mit ihnen, so entsteht ein Gefühl für die Tiere. Wer mag darf beim Putzen, Füttern und Misten helfen und die Vorschulkinder dürfen  geführte Runden reiten, bevor sie in die Schule kommen. Ab September dürfen dann alle Kinder reiten. Der Umgang mit den Tieren bereichert den Kita – Alltag sehr, die Kinder übernehmen Verantwortung bei der Versorgung der Pferde. Der Kontakt zu den großen Tieren vermittelt Mut und Selbstbewusstsein. Die Kinder üben den Umgang mit den Tieren und lernen dabei ruhig auf die Tiere einzugehen, sie können dabei selber entspannen und zur Ruhe kommen. Beim Reiten spüren die Kinder ihren eigenen Körper und die Reaktion auf die Bewegungen der Pferde, eine sehr intensive Erfahrung, die das Körperbewusstsein der Kinder stärkt und sie zugleich sensibel auf die Tiere reagieren lässt.

Blacky und Kvika bereichern den Kindergartenalltag sehr und unterstützen die Wahrnehmung der Kinder für die lebendige Umwelt.

Die digitalen Medien beeinflussen überall das tägliche Geschehen in der Umgebung der Kinder, das gehört zu unserer modernen Zeit und hat viele Vorteile aber auch viele Nachteile.

Die Arbeit in unserer Kita ist sehr naturbezogen, mit den Pferden möchten wir verstärkt die Aufmerksamkeit der Kinder auf die lebendige Umwelt lenken, die so viel mehr zu bieten hat als Smartphones, Computer etc.

Heuer ist es sehr früh warm geworden und das Sommerwetter hat angehalten, so sind wir schon in der Früh in den Garten oder Wald, um in der Mittagshitze dann im Haus zu sein.

Alle Kinder konnten die Zeit genießen und haben gute Ideen entwickelt und das Material im Garten vielseitig eingesetzt. Sie konnten sich gegenseitig Anregungen geben, miteinander über Tage oder Wochen „Projekte“ durchführen. Das konstruktive Miteinander und Nebeneinander fördert ganz besonders die gesamte Entwicklung der einzelnen Kinder, sie überlegen, probieren aus, ahmen nach und entwickeln weiter.

Sehr einfallsreich, aktiv, motiviert und ausgeglichen gestalten die Kinder ihre Tage, sei es im Garten oder in den Räumen.

Es war auch die Zeit alle auf das Ausscheiden der Vorschulkinder vorzubereiten. Für die Vorschulkinder haben eigene Aktionen stattgefunden und während dieser Tage waren sie gar nicht in der Gruppe, so dass es den anderen Kindern bewusst wurde, dass die Großen bald nicht mehr da sind. Durch die Abwesenheit konnten sich die Kinder schon ein bisschen daran gewöhnen und feststellen, dass es für sie auch ohne die Großen im Kindergarten schön ist, denn es gibt sehr viele Spielpartner.

Die Vorschulkinder haben sehr motiviert und interessiert an allen speziellen Angeboten teilgenommen, sei es der Schulbesuch, die Vorschulkinderwoche, die Übernachtung uvm.

So konnten sie sich dem großen Schritt in die Schule nähern und erfahren, dass sie den Anforderungen, die an ein Schulkind gestellt werden, gut gewachsen sind.

Schließlich war es dann soweit, die Kinder und auch die ausscheidenden Mitarbeiter (Praktikantin, FSJ lerin, Auszubildende HEP) wurden mit den besten Wünschen bei einer schönen Feier verabschiedet.

Unsere Inhalte in den letzten Monaten:

Viel Raum hat unser Bilderprojekt eingenommen. Über die Monate konnten alle Kinder das Malen auf Holzplatten ausprobieren. Danach hatten sie die Möglichkeit Bilder verschiedener Maler kennenzulernen und schließlich die Bilder von Lois Huber, einem Maler aus Evenhausen, der vor 10 Jahren verstorben ist. Nun durfte sich jedes Kind ein Bild von Lois Huber aussuchen, sie wurden auf größere Holzplatten geleimt und die Kinder haben die Bilder freudig und konzentriert weiter gestaltet. Es sind ganz tolle Werke entstanden.

(Kreativer Ausdruck, Phantasie, Gefühl für Farben und Formen, Freude an der Gestaltung, sich einlassen auf die Bilder- sie aufnehmen und mit eigenen Vorstellungen verbinden, Freude am Ergebnis)

Im Mai hat unser Kita – Lauf statt gefunden, wie immer waren die Kinder begeistert dabei, denn die Freude an der Bewegung ist ein wesentlicher Teil der kindlichen Entwicklung.

Diesmal wurde das Geld für unsere Kindergartenpferde gesammelt, das hat die Kinder noch zusätzlich motiviert.  (Motorik, Begeisterungsfähigkeit, Freude, sich gemeinsam für ein Ziel einsetzen)

Blacky und Kvika sind auf der Koppel neben dem Garten des Kindergartens eingezogen.

So sind sie hautnah bei uns und die Kinder können die Pferde sehen oder beobachten wann immer sie wollen, wie schon am Anfang des Berichtes beschrieben.

Für die Pandabären ist ADACUS wieder zu uns gekommen, der Verkehrs – Vogel vom ADAC.

Eine Mitarbeiterin des ADAC hat im Bewegungsraum Straßen, Ampeln und Fußgängerübergänge aufgebaut und die Pandas konnten verschiedene Verkehrssituationen üben, begleitet von ADACUS, der ihnen viel gezeigt und erklärt hat. (Verkehrserziehung)

Die Zauberer haben uns besucht! Der Vater eines Kindergartenkindes kann wirklich zaubern, das ist natürlich eine prima Sache. Zusammen mit seinem Zaubererkollegen ist er zu uns gekommen und sie haben den Kindern tolle Zaubertricks vorgeführt. Alle haben gestaunt und sich gefreut.    (Emotionen – gemeinsames Erleben und sich zusammen freuen, Spannung, Anregung der Phantasie)

Die Johanniter haben die Vorschulkinder zu Ersthelfern von Morgen ausgebildet, sie waren eifrig und sehr interessiert bei der Sache. Der Rettungswagen wurde vor dem Kindergarten geparkt und auch alle anderen Gruppen durften ihn genau von innen und außen anschauen und sogar manches ausprobieren.  (Kognition, Umwelterfahrung)

In diesem Jahr wurde unser Sommerfest zusammen mit dem Pfarrfest gefeiert.

Nach einem Tischtheater von der Arche Noah im Kindergarten sind wir dann in die Kirche gegangen. Wir haben ein vorher gelerntes Lied vorgesungen und den Rest des Gottesdienstes zusammen mit den anderen Kirchbesuchern gefeiert. Nach dem Gottesdienst wurden dann unsere Kita-Pferde gesegnet. Nun war es Zeit für die leckere Verpflegung und dann für das Kinderprogramm auf dem Sportplatz. (religiöse Erziehung, musikalische Erziehung, Soziales – Gemeinsamkeit erleben, zusammen feiern)

Immer wieder stellen wir aus dem was die Natur uns gibt Leckeres und Gesundes her, diesmal wurde ein Fichtenspitzensirup angesetzt.  (Naturerfahrung)

Mit dem Bus ging es in den Umweltgarten nach Wiesmühl. Bepackt mit gefüllten Rucksäcken wurde in den Bus gestiegen und los ging es. So eine Busfahrt ist immer spannend und hat den Kindern sehr gefallen. Im Umweltgarten gab es dann viel zu sehen und zu bestaunen.

(Naturerfahrung, Umwelterfahrung)

Wir durften in den letzten Monaten viele Geburtstage feiern, denn zu den „echten“ Geburtstagfeiern kamen noch die Vorfeiern für die Kinder, die im August Geburtstag haben.

 Die besten Wünsche für alle zusammen !!!

 Die Aktionen speziell für die Vorschulkinder haben sie gut auf die Trennung vom Kindergarten und auf den Schulbeginn vorbereitet:

 Wir haben noch einmal einen Tag in der Schule erlebt und sind sogar mit dem Schulbus gefahren. (sich annähern an den nächsten großen Schritt im Leben)

Für die verlängerte Schulkinderwoche (8 Tage) wurde der Bewegungsraum zu einem Klassenzimmer umgebaut. In dieser Zeit hat richtiger Unterricht statt gefunden im Stundenrhythmus der Schule und mit kurzen Schulpausen. Alle Kinder haben das ohne Schwierigkeiten bewältigt und dadurch Sicherheit gewonnen. (Kognition, Feinmotorik, Sozialverhalten, Selbstbewusstsein, Selbständigkeit, Eigenverantwortung….)

Die Übernachtung im Kindergarten mit Nachtwanderung, Lagerfeuer, gemeinsamen Kochen, Bettenlager war für alle ein schönes Erlebnis und hat die Kinder weiter gestärkt.(Zusammenhalt, Selbstbewusstsein, Sicherheit)

Der Vorschulkinderausflug mit den Eltern war eine schöne gemeinsame Aktion zum Schluss der Kindergartenzeit und ein schöner Höhepunkt. Gemeinsam wurde der Wasserfall, der kleine See, die Felsen und das Bachbett in der Schoßrinn erkundet und erobert. (soziale, emotionale Erfahrung, Stärkung der Persönlichkeit durch die Herausforderung)

Die Vorschulkinder durften zwei Tage bei Christa und Sebastian zuhause verbringen. In der Garage konnten sie, als bleibende Erinnerung, Bretter für den Paddock unserer Pferde anmalen, sie sind wirklich schön geworden. Wer gerade nicht gemalt hat durfte einen Film anschauen und spielen. (Kreativität, Phantasie, Feinmotorik)

Am letzten gemeinsamen Kindergartentag wurde ein schönes Abschlussfest für alle gefeiert!

 Die Vorschulkinder haben uns ganz stolz ihre Schulranzen vorgeführt, sie wurden natürlich entsprechend bewundert. Im Kreis wurden dann gegenseitig viele gute Wünsche weiter gegeben und nach einem Lied die Geschenke für die Vorschulkinder überreicht.

Nun war es Zeit für den großen Rauswurf der Vorschulkinder auf die dicke weiche Matte:

„Eins, zwei, drei für den, die ……………… ist die Kindergartenzeit jetzt vorbei !“

Dann ging es in den Garten zu einer schönen Feier mit den Eltern.

Als Erinnerung an die Vorschulkinder wurde dem Team ein sehr schönes Insektenhotel mit den Bildern aller Vorschulkinder überreicht. Vielen Dank dafür, es bekommt einen schönen Platz in unserem Eingangsbereich.

Wir wünschen allen Kindern und Eltern erholsame Ferien,

eine schöne gemeinsame Zeit in der Familie und einen sonnigen Sommer.

Vielen Dank für das schöne Kindergartenjahr !!!

 

 

Gruppenbericht Februar/März/April 2018

In unserem Kindergarten herrscht ein buntes, fröhliches, kreatives aber auch sehr entspanntes Miteinander.

Uns ist es wichtig, dass die Kinder sich individuell entwickeln können und dies auch von allen anderen akzeptiert wird. Die Entwicklung findet im Zusammenwirken mit den Kindern und Erwachsenen statt und erfordert von allen Rücksichtnahme und Toleranz.

Die Kinder erfahren, dass sie in ihrer Persönlichkeit und mit ihren Bedürfnissen ernst genommen und geachtet werden und es fällt ihnen deshalb leicht diese Achtung auch den anderen entgegen zu bringen und die Einzelnen mit ihren Eigenheiten zu akzeptieren.

Um sich frei entfalten zu können, ist Sicherheit, Geborgenheit und auch Selbstbewusstsein notwendig.

Ein wichtiger Aspekt dafür sind geregelte Abläufe und feste Vorgaben, an denen sich die Kinder orientieren können. Die Regeln und Abläufe bilden einen sicheren Rahmen, in dem dann die Freiräume genutzt werden und vieles ausprobiert werden kann.

Diese Freiräume füllen die Kinder mit all ihren Ideen, Aktivitäten, Interessen, Fragen, Antworten, Entwicklungen und Anliegen.

Fühlen sich Kinder noch nicht sicher genug, erhalten sie Unterstützung durch die Erwachsenen oder auch durch die anderen Kinder.

Auseinandersetzungen und Streit sind ein wichtiger Teil im Zusammenleben und im Einbringen der eigenen Bedürfnisse. Wichtig dabei ist, dass am Ende jeder zufrieden sein kann, dazu müssen auch mal Kompromisse geschlossen werden.

Gehen die Kinder Kompromisse ein, dann stellen sie häufig fest, dass das Spiel sich sehr interessant und abwechslungsreich entwickelt, denn die Ideen der anderen behindern nicht nur sondern bereichern oft den weiteren Spielverlauf.

Häufig finden die Kinder einen eigenen Weg um Meinungsverschiedenheiten zu bewältigen, schaffen sie dies nicht, holen sie die Erwachsenen um zur Klärung der Situation beizutragen, oder die Erwachsenen schalten sich selber ein wenn es nötig wird.

Die Möglichkeiten der Kinder sind unendlich vielseitig, ihr Blick auf die Mitmenschen, die Dinge und die gesamte Umgebung ist noch nicht so verstellt und eingefahren wie häufig bei  Erwachsenen. Es ist uns wichtig, dass wir die Ausdrucksweisen, die Kreativität und die Möglichkeiten der Kinder die Umwelt aufzunehmen so wenig wie möglich beschränken und die Kinder in ihrem Denken und Handeln ernst nehmen.

Kinder sind sehr lerneifrig und wollen viele neue Erfahrungen sammeln. Es ist unsere Aufgabe die Zeit im Kindergarten so zu gestalten, dass wir ihnen viel „Lernstoff“ anbieten. Dabei befinden wir uns häufig auf einer Gradwanderung:

 „Wie viele Anregungen und Inhalte brauchen Kinder um ihre Neugierde und ihren Lerneifer zu befriedigen – wie wenig Vorgaben sind nötig um die Kinder  im eigenen Suchen und Finden nicht zu behindern ?“

Die letzten Monate waren geprägt von dem aktiven, freien Spiel der Kinder aber auch von den festen wöchentlichen Angeboten, die die Kinder sehr gerne wahrnehmen (Turnen, Musik, Schulvorbereitung, Kochen, Geburtstagsfeiern, Wald,  … ).

Die thematischen Inhalte der letzten Monate:

Durch den Jahreskreis wurden die Inhalte teilweise schon vorgegeben, denn Fasching und Ostern sind für die Kinder wichtig und müssen natürlich entsprechend berücksichtigt werden.

Schminken und Verkleiden im Fasching mögen fast alle Kinder und so waren unsere Verkleidungskiste und die Schminke sehr gefragt. In Rollen schlüpfen, anders sein, ausprobieren macht Spaß und beinhaltet viele neue Erfahrungen. Bei einem lustigen Faschingsfest mit Tanz, Musik und Spielen haben sich alle Räuber, Tiere, Prinzessinnen usw. schließlich begeistert getroffen.

Natürlich wurden auch die Räume dazu lustig dekoriert. (Sozialer Bereich – Gemeinsamkeit erleben, Emotionalität – in Rollen schlüpfen, Kreativität)

Neben der sonstigen Faschingsverkleidung haben wir auch Tierkostüme zur Verfügung gestellt und sind insgesamt auf das Thema Tiere eingegangen. Es ist wichtig, den Kindern die Gelegenheit zu geben sich so lange mit Inhalten zu beschäftigen wie sie interessant für die Kinder sind, und Tiere gibt es ja nicht nur im Fasching.

Tierordner wurden gewälzt und jedes Kind hat sich ein Lieblingstier ausgesucht und besprochen wo das Tier lebt, was es frisst, weiche Laute es von sich gibt uvm.

Schließlich wurden die Tiere aufgezeichnet, angemalt und ausgeschnitten. An die Fenster

wurde von den Kindern die Landschaft ihres Tieres gemalt und dann das Tier darauf geklebt.

Die Welt der Tiere  bleibt noch so lange bei uns an den Fenstern wie die Kinder das möchten.

Zum Ende des Themas Tiere haben wir eine Kinovorführung veranstaltet und mit leckerem Popcorn aus der Riesenkinotüte und einem Eintrittsstempel auf der Hand konnten die Kinder begeistert einen Tierfilm anschauen. (Kognitiver Bereich – Lernen über die Tiere, Feinmotorik, Kreativität, Konzentration, Umwelterfahrung, Spracherziehung, Sozialer und emotionaler Bereich)

An Ostern sind für alle Kinder erst einmal der Osterhase und das Osternest spannend, deshalb wurde ein Körbchen für das Nest schön bunt angemalt, damit der Osterhase etwas rein legen konnte. Nach einem gemeinsamen Osterfrühstück durften die Kinder ein Kasperltheater anschauen, diese Zeit hat der Osterhase genutzt um die Nester zu füllen und zu verstecken.

Nach der Aufregung um den Osterhasen und das Osternest konnten wir uns dann in Ruhe mit dem eigentlichen, dem religiösen Inhalt von Ostern beschäftigen. Die Auferstehungsgeschichte wurde erzählt und ein Bilderbuch dazu betrachtet. Auf dem Friedhof haben wir uns die schön geschmückten Gräber angeschaut und schließlich durften die Kinder im Kindergarten mit Legematerial auch Gräber gestalten, sie waren ganz konzentriert und eifrig bei der Sache. (zusätzlich zu allen anderen Bereichen kommt die religiöse Erziehung)

Wir haben auch ein Lied von dem Osterhasen gelernt und viele Bücher angeschaut. (Musikalischer Bereich, Buchbetrachtung – Emotionalität, Kognition, Phantasie)

Zum Thema Ostern haben die Kinder viel frei gebastelt und gemalt und auch den Gruppenraum mit kreativen Eiern geschmückt.  (Phantasie, Kreativität)

Das schöne Wetter im April hat zu ausgiebigen Aufenthalten im Freien eingeladen, sei es im Garten, auf dem Spielplatz oder im Wald. (Naturerfahrung, Kognition, Motorik, Phantasie)

Die Natur spielt bei uns eine große Rolle, deshalb möchten wir bald die Kindergartenpferde Kvika, eine Isländer- Stute und Blacky, einen Shetland-Wallach bei uns haben.

Am Vater – Kind – Aktionstag haben einsatzkräftige Papas und auch ein Opa schon die Weide vorbereitet. Wenn dann der Weidetunnel geliefert wird und der Paddock gebaut ist, können die Pferde geholt werden. Die Väter waren tatkräftig bei der Sache und die Kinder fanden das super, sie haben geholfen, interessiert zugeschaut und zwischendurch im Garten gespielt.   Sie freuen sich auf die Pferde! (Gemeinsames Erleben, Vorfreude – sozialer, emotionaler Bereich)

Mit den Vorschulkindern konnten wir 4 x die Schule besuchen. Wir waren den ganzen Vormittag dort, hatten ein Klassenzimmer für uns zum Lernen und konnten schon mal in den Schulalltag hinein schnuppern. Auch die Pause mit den Schulkindern zusammen war sehr spannend. In den letzten Stunden wurden die Kinder von Frau Grandl betreut, unserer Kooperationslehrkraft, die die Stunden sehr schön gestaltet hat. (Vorschulerziehung, Kognition, Konzentration, Förderung des Selbstbewusstseins und des Selbstverständnisses als zukünftiges Schulkind)

Wir gratulieren wieder unseren Geburtstagskindern.

Viel Glück !!

Gruppenbericht November/Dezember/Januar 2017/18

Gruppenbericht für November und Dezember 2017  und Januar 2018

 Im letzten Bericht sind wir auf die Eingewöhnungsphase eingegangen, die mit dem Oktober erfolgreich für alle abgeschlossen werden konnte. Alle Kinder sind gut angekommen und erobern den Kindergarten aktiv für sich.

Die Kinder sind mit der neuen Gruppenzusammenstellung vertraut, die Neuen konnten ihre Umgebung erforschen und nun ist es soweit, dass alle den Kindergarten individuell für sich nutzen.Spielpartnerschaften bilden sich und alle Bereiche und Räume werden nach Bedarf und Interesse bespielt.Die Kinder sind sehr selbständig, sie haben das nötige Vertrauen und die Sicherheit die Zeit im freien Spiel nach ihren eigenen Bedürfnissen zu gestalten.

In den altersentsprechenden Kleingruppen fühlen sich die Kinder besonders wohl. Sie genießen das Zusammensein, denn hier finden sie sich wieder, alle haben einen ähnlichen Entwicklungsstand, das vermittelt eine besondere Zusammengehörigkeit.

Bei den Angeboten aber auch im freien Spiel begegnen sie sich auf Augenhöhe und das Zusammenwirken verläuft deshalb sehr einfach in bekannter Weise.

Neben den Kleingruppen genießen alle Kinder aber auch sichtlich den Kontakt zu den anderen Altersstufen, denn auch hier können sie sehr wichtige und anregende Erfahrungen machen. Bei den „Großen“ kann man viel abschauen, beim gemeinsamen Spiel lernen und sich auf die Unterstützung der Großen verlassen wenn es nötig ist.

Die Kleineren haben aber auch sehr gute Ideen und davon profitieren die Großen, außerdem lernen sie aufeinander Rücksicht zu nehmen und das klappt wirklich sehr gut.

Neben dem vielen freien Spiel waren die letzten drei Monate sehr gefüllt mit Inhalten, das bringt St. Martin, die Vorweihnachtszeit und die „Nachweihnachtszeit“ mit sich.

Wie jedes Jahr haben alle Kinder aufgeregt auf das Martinsfest gewartet, denn der Gottesdienst, der Umzug mit dem Pferd und die gemeinsame Feier mit den Familien am Lagerfeuer sind sehr wichtig und beliebt. In der Vorbereitung wurde gesungen, die Laternen gebastelt, Bücher angeschaut, vorgelesen und die Geschichte von dem Ritter Martin am Tischtheater verfolgt.

Zweimal jährlich gestalten wir einen Familiengottesdienst, heuer haben wir uns die Heilige Barbara zum Anlass genommen. Die Kinder durften im Vorfeld die Geschichte hören und nachspielen, auch einen großen Turm haben sie gebaut und bemalt. Schließlich konnte noch jedes Kind eine Vase gestalten, in die beim Gottesdienst die Barbarazweige gesteckt wurden.

Nach den Ferien wurde berichtet, dass fast alle Zweige geblüht haben, die einen wirklich schon zu Weihnachten und andere wesentlich später, je nach Standort und Pflege.

Der Nikolaus hat uns diesmal bei unserem Lager im Wald besucht und den Kindern die Säcke mit den gefüllten Socken überreicht, die später im Kindergarten verteilt und von den Kindern freudig in Empfang genommen wurden. Im Wald gab es noch eine leckere Nikolausbrotzeit und warmen Punsch.

Schließlich dann die Vorbereitung auf Weihnachten.

Beim täglichen Adventstreffen am Adventskranz, auf unserem kuscheligen Felllager wurde gesungen und die Weihnachtsgeschichte immer ein Stückchen weiter erzählt. Die Figuren dazu wurden auf unserer schönen Krippe aufgebaut bis dann alle Menschen und Tiere beim Stall unter dem leuchtenden Stern versammelt waren, wo das Jesuskind auf die Welt gekommen ist.

Wichtig war natürlich auch das Adventsgeschenk, das sich die Kinder aussuchen durften, in deren Hausschuhen in der Früh die goldenen Nüsse versteckt waren, diesmal waren die Geschenke in den Höhlen von Waschbär und Eisbär und in der Liegemulde des Pandabären versteckt. Die Geschenke wurden von den Kuscheltieren liebevoll überreicht.

Auch die Eltern durften bei unserer kleinen Weihnachtsfeier Geschenke ihrer Kinder in Empfang nehmen, sie wurden mit schönen selber gegossenen Kerzen überrascht, die durch Beigabe von Lavendel, Zimt und/oder Nelken einen besonderen Duft entfaltet haben.

In der Vorweihnachtszeit wurde natürlich viel gesungen und die Weihnachtsbücher immer wieder angeschaut und vorgelesen.

Die Weihnachtsbasteleien waren auch sehr beliebt und so wurden zur Dekoration Sterne, Christbäume und viele Glitzerbilder angefertigt. Auch den Christbaum des Dorfladens durften wir wieder schmücken, in diesem Jahr haben wir uns für Kerzen aus Pappe entschieden.

Im Januar haben dann noch die Heiligen drei Könige mit dem großen Stern bei uns herein geschaut und ihr Sprüchlein aufgesagt. Dann durften die Kinder etwas spenden für Menschen in Not.

Schon seit dem Martinsfest haben wir uns mit dem Thema „Wir helfen Menschen in Not“ auseinander gesetzt, denn das Thema zieht sich in besonderer Weise durch die ganze Weihnachtszeit. Uns geht es allen sehr gut und wir können gerne etwas abgeben, so haben die Kinder freudig große Schachteln für den Weihnachtstrucker der Landjugend gefüllt.

Die Pandabären durften wieder einen Ausflug zu Hr. Gärtner unternehmen, der immer eine ganz besonders schöne Krippenlandschaft aufgebaut hat, die von den Kindern wieder fasziniert betrachtet wurde. Außerdem wurden sie mit Leckereien verwöhnt.

Leider konnten wegen der verbreiteten Grippe nur wenig Pandabären an dem schönen Ausflug teilnehmen.

Für den normalen Alltag blieb aber auch noch genügend Zeit in den letzten Monaten.

Wie schon berichtet haben die Kinder das freie Spiel in den Kleingruppen oder im offenen Haus mit allen zusammen ausgiebig genutzt.

 Die Kinder haben sich aber auch sehr motiviert an den vielfältigen Angeboten beteiligt:

 Turnen sowie kochen und backen haben ihnen großen Spaß gemacht.

Beim freien Malen im Malraum sind sehr schöne, bunte Bilder entstanden.

Im Orchestergraben durften die Kinder an den Instrumenten üben und schließlich wurden die ganzen Instrumente zum freien Musizieren zur Verfügung gestellt. Das Ausprobieren und Experimentieren an den verschiedenen Instrumenten macht den Kindern viel Freude und sie lernen genau hinzuhören. Es gelingt ihnen auch immer wieder ein harmonisches Zusammenspiel.

In den letzten Monaten gab es doch tatsächlich ein paar Wintertage mit Schnee, diese Tage haben wir ausgiebig im Garten und auf dem Sportplatz genutzt, auch wenn sich der Schnee in kurzer Zeit in Matsch verwandelt hat. Den Kindern hat es gefallen.

Für ihre Ordner durften die Kinder die Deckblätter für dieses Kindergartenjahr gestalten, es wurden Wachsmuster getropft und das Blatt übermalt. Danach wurden die Wachstropfen vorsichtig abgekratzt und das Muster wurde wieder sichtbar. Mit dem Foto des Kindes und der Jahresangabe gibt es ein tolles Deckblatt.

Und wieder konnten wir Geburtstage feiern.

 Herzlichen Glückwunsch allen Geburtstagskindern!!!!

Anmeldung für das Jahr 2018/2019

 

Anmeldung in der Kindertagesstätte Evenhausen für das Jahr 2018/2019

 

Dienstag 06.03.2018  von  15.00 Uhr bis 17.00 Uhr

 

Wir laden alle interessierten Eltern von Krippenkindern ab 1 Jahr und Kindergartenkindern zu unserem Anmeldetermin ein. Kinder mit erhöhtem Förderbedarf können in Krippe und Kindergarten selbstverständlich auch angemeldet werden.

An dem Tag steht das gesamte Team für Fragen und Informationen zur Verfügung und führt gerne durch die Einrichtung. Auch Eltern, die ihre Kinder schon in unserer Einrichtung haben, sind anwesend. Sie berichten über ihre Erfahrungen und sind gerne zu einem Austausch bereit.

Wir freuen uns auch über Eltern, die sich für unsere Einrichtung interessieren, selbst wenn sie ihr Kind nicht oder noch nicht anmelden wollen.

 

 

Gruppenbericht Oktober 2017

Gruppenbericht Oktober 2017

Während der Eingewöhnungszeit wurden noch keine Geburtstage gefeiert, denn dazu kommen immer alle 43 Kinder im Bewegungsraum zusammen zu einem großen Geburtstagskreis. Deshalb haben wir die ersten Wochen abgewartet, dann gab es natürlich viel zu feiern. Im Kreis wird gesungen und dem Geburtstagskind, das mit der Krone auf dem Ehrenplatz sitzt, gratuliert, das Geschenk und die Karte werden übergeben. Jedes Geburtstagskind darf sich zwei Handpuppen aussuchen, die es durch die Feier begleiten, das gefällt den Kindern sehr gut und macht allen viel Spaß, denn die Figuren haben immer gute Ideen.Zum Ende des Geburtstagskreises darf das Geburtstagskind noch für alle Kinder eine kleine Süßigkeit austeilen. (soziale Erfahrung durch das gemeinsame feiern, emotionale Erfahrung und Stärkung des Selbstbewusstseins – das Geburtstagskind steht im Mittelpunkt)

Ein Besuch bei der Evenhausener Feuerwehr war ein interessanter und spannender Höhepunkt. Die Vorschulkinder durften den ganzen Vormittag bei der Feuerwehr verbringen und wurden von drei sehr netten  Feuerwehrmännern ausgiebig über die Ausrüstung und das Feuerwehrfahrzeug  informiert. Schließlich durften sie noch mit dem großen Schlauch spritzen, sich vor die Windmaschine stellen und sogar eine Runde mit dem Feuerwehrauto fahren, Super! Die jüngeren Kinder haben sich das Feuerwehrauto gut von außen betrachtet und konnten begeistert mit dem kleinen Schlauch spritzen. Sie freuen sich schon wenn sie an der Reihe sind für den großen Besuch bei der Feuerwehr!! (Umwelterfahrung, Kognitive Inhalte, Emotionale Erfahrung – es ist sehr spannend)

Wieder war es Zeit für den Gartentag. Unser Garten mit seinen vielen, abwechslungsreichen Spielmöglichkeiten bedarf immer wieder der Pflege und Erneuerung, auch im Gemüsegarten gibt es viele anfallende Arbeiten. Deshalb treffen sich die Eltern im Frühjahr und Herbst zu den Gartentagen. Gemeinsam mit den Kindern wurde jetzt wieder richtig angepackt. Zum Schluss dann die verdiente Erholung bei Kaffee, Getränken und leckerem Kuchen, der von den Kindern gebacken wurde. Vielen Dank für den Einsatz, die Gärten sind wieder prima in Schuss!! (Verantwortung übernehmen – Kinder und Eltern setzen sich gemeinsam für die Kita ein, Bezug herstellen zwischen Kita und Familie, das stärkt die Identifikation der Kinder und Eltern mit der Einrichtung und stützt so die Kinder)

Gruppenbericht September 2017

Gruppenbericht September 2017

Nun sind wir schon in der zweiten Oktoberwoche und blicken zurück auf die Zeit des Neustartes in diesem Kindergartenjahr.

16 neue Kinder konnten wir bei uns aufnehmen und alle haben sich schon ein bisschen an die Kinder, die Erwachsenen und den Ablauf im Kindergarten gewöhnt.

Für die Kinder aus der Krippe war der Kindergarten nicht mehr ganz neu aber der Wechsel war doch mit vielen Veränderungen verbunden. Ein großer Vorteil in diesem Jahr ist, dass sie von Christina in den Kindergarten begleitet werden konnten, die auch in den Kindergarten gewechselt ist, so hatten die Krippenkinder von Anfang an eine vertraute Bezugsperson an ihrer Seite.

Die ganz neuen Kinder konnten sich auch schon eingewöhnen und die Mitarbeiter haben sie sehr dabei gestützt und einfühlsam begleitet. Teilweise wurde und wird die Eingewöhnung durch Unterbrechungen wegen Krankheit erschwert. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass sich bald alle Kinder endgültig einfinden und wohl fühlen.

Die gesamte Gruppe musste sich erst an die neue Situation gewöhnen. Die ehemaligen Eisbären sind nun die Großen und sie sind stolz darauf. Die neue Situation bringt es mit sich, dass sie sich einerseits ihrer Stellung in der Gruppe bewusst werden und Verantwortung übernehmen, sie aber auf der anderen Seite auch gelegentlich demonstrieren müssen wie „toll“ sie sind. Das wird sich mit der Zeit einspielen. Auf jeden Fall sind sie ein prima Pandatrupp !!

Die „neuen“ Eisbären sind im letzten Jahr wirklich sehr gewachsen und haben sich gut entwickelt, sie sind nun schon groß und machen ihren Platz bereitwillig frei für die neuen Waschbären.

In ihren jeweiligen Kleingruppen fühlen sich die Kinder wohl und gut aufgehoben, dies macht sich wieder durch die motivierte Teilnahme an allen Kleingruppen – Aktivitäten bemerkbar.

Nachdem die Eingewöhnung nach den ersten Wochen gut fortgeschritten ist, sind wir schon soweit, dass wir den Kindern viel Zeit geben um altersübergreifend miteinander in Kontakt zu treten, zu spielen, sich zu beobachten und näher kennen zu lernen. Das ist für alle interessant und bietet Gelegenheit die ganze Kindergartengruppe zu erleben und neue Erfahrungen zu sammeln.

Die Aufgabe von uns Mitarbeitern in der Eingewöhnungsphase ist es sehr sensibel auf die Bedürfnisse aller Kinder zu reagieren und den Kindergartentag so zu gestalten, dass sich alle Kinder gut angenommen und willkommen fühlen.

Die neuen Kinder müssen die Zeit und die Rahmenbedingungen vorfinden um die neue Umgebung und damit verbunden den neuen Lebensabschnitt für sich zu erkunden und anzunehmen. Je besser das gelingt um so leichter wird es ihnen in Zukunft fallen sich täglich von den Eltern zu trennen und die Zeit im Kindergarten zu genießen.

Auch die „alten“ Kinder zeigen in den ersten Wochen besondere Bedürfnisse, denn auch für sie ist es eine Zeit des Umbruchs, der aufmerksam begleitet werden will.

In den Kleingruppen und auch im Freispiel finden die Kinder immer wieder Angebote vor an denen sie sich aktiv beteiligen. Die neuen Kinder sind gespannt welche Möglichkeiten es im Kindergarten gibt und probieren gerne aus. Die anderen Kinder sind sowieso sehr offen für alle Erfahrungen und machen immer engagiert mit.

So haben wir in den ersten Wochen schon ganz viel gemacht:

Buchbetrachtungen in den Kleingruppen, wie leben die echten Eisbären, die Pandabären und die Waschbären?   (Kognition, Konzentration, Kennenlernen der Tiere Umwelterziehung)

Begrüßungslied und Kennenlernen der neuen Kinder und Eltern mit Namen. (Sozialer Bereich, Musikalische Erziehung)

Apfel – und Birnenernte, Verarbeitung zu Mus, Kompott. (Gesundheitserziehung Obst ist gesund, wir können es selber ernten und verarbeiten, Herkunft und Herstellung der Lebensmittel nachvollziehen)

Die Pandabären fahren zum Saft pressen und dürfen den Bauernhof in Attel besichtigen. (Natur/Umwelterfahrungen)

Buchbetrachtung „ Apfelmäuschen“, passend zur Ernte und zum Saft pressen. (Umwelterziehung, Freude an der Geschichte ….)

Im Garten wurden die Kartoffeln geerntet, dazu gab es die Geschichte vom Kartoffelkönig. (weitere Erfahrungen mit der Natur und den Lebensmitteln, Anregung der Phantasie)

Kastanien, Nüsse, Blätter regen an zu Herbstbasteleien. (Phantasie, Kreativität, Feinmotorik)

Einige Kinder waren auch schon beim Kochen dabei und natürlich wurden schon leckere Kuchen gebacken. (Gesundheitserziehung, Lebensmittelkunde)

Mit den Wasserfarben wurden phantasievolle und farbenfrohe Bilder gemalt, die unsere Räume zieren. (Kreativität, Materialkunde)

Der erste Fototermin war auch schon angesagt, denn alle Kinder durften sich mit der Geburtstagskrone fotografieren lassen, das Foto kommt dann bei jedem Kind auf die Geburtstagkarte.

Auch für das Deckblatt der Ordner für dieses Jahr wurden schöne Fotos gemacht. (Emotionaler Bereich, ich bin wichtig – Stärkung des Selbstwertes)

In Kleingruppen haben schon die ersten Turnstunden statt gefunden, den Kindern hat besonders die Bewegungswand gefallen, die Anforderungen waren altersentsprechend vorbereitet. Danach freies Turnen, damit sich die Kinder in Ruhe selber ausprobieren konnten. ( Motorischer Bereich, Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung)

Auch mit der Schulvorbereitung wurde schon gestartet, denn die Pandabären waren schon ganz gespannt auf die neue Herausforderung und haben sich motiviert beteiligt.

Ebenso konnte der Vorkurs Deutsch schon stattfinden und wurde begeistert aufgenommen. (Kognition, Feinmotorik, Konzentration, Sprachbildung)

Die Pandabären haben auch schon fleißig Steine gesammelt, die angemalt werden und uns das ganze Jahr über als Rechensteine begleiten. (Mathematische Bildung)

Besonders gerne sind die Kinder immer in unserem tollen Garten, der viele Möglichkeiten zu abwechslungsreichem Spiel im Freien bietet, Sand, Steine, Bretter, Kies, Wasser, Stecken, Werkzeug, Fahrzeuge etc. stehen zur Verfügung (Naturerfahrung, Materialerfahrung, Phantasie, Motorik uvm.)

Nach einiger Zeit wollten die Kinder auch den neuen Spielplatz mit den verschiedenen Geräten ausprobieren. (Körperbeherrschung, gezielter Krafteinsatz)

Der Kindergarten verfügt über einen ausgezeichneten „Fuhrpark“, der nach den ersten Wochen zum Einsatz gekommen ist, die Kinder haben schon darauf gewartet. (Körperbeherrschung, Gleichgewicht, Motorik, Selbsteinschätzung)

Das schöne Wetter hat auch schon zu den ersten Besuchen der Kleingruppen im Wald eingeladen. Der Wald an sich bietet intensive Naturerfahrungen, die Seilstationen bieten eine zusätzliche Herausforderung, die von den Kindern gerne angenommen wird. (Natur erleben und zum Spiel nutzen, eigene Möglichkeiten testen, Stärkung des Selbstbewusstseins)

Bei allen Angeboten und natürlich im ständigen freien Spiel machen die Kinder zahlreiche Erfahrungen in allen Bereichen, im Sozialbereich, bei der Sprachentwicklung, motorisch, kreativ uvm. 

Die Erfahrungen finden im Spiel statt, der natürlichen Ausdrucksform der Kinder und geschehen ganz ohne Anstrengung, hinterlassen aber eine nachhaltige Wirkung.

Kinder sind von Anfang an offen, neugierig, wissbegierig und lerneifrig,  das sind Grundvoraussetzungen für ihre Entwicklung. Im Kindergarten finden sie die idealen Voraussetzungen um ihre Bedürfnisse zu befriedigen und sich individuell weiter zu entwickeln und zu entfalten.

 

Projekte 2017

Projektarbeit

In der Reggio – Pädagogik spielt die Projektarbeit eine wichtige Rolle. Projekte können klein oder groß sein, lange dauern oder nur eine kurze Zeit. Wichtig ist, dass sie aus dem Interesse der Kinder heraus entstehen und sich weiter entwickeln und dass die Kinder den Prozess von Anfang bis zum Ende aktiv mitgestalten und erleben.

So haben sich drei Projekte in diesem Kindergartenjahr ergeben und sie wurden über Wochen und Monate verfolgt. Nun sind alle abgeschlossen und die Kinder freuen sich sehr über die Ergebnisse.

 

Erdkugel

Ein Vorschulkind hat in einem Gespräch das Sonnensystem und die Planeten zum Thema gemacht, denn es hat dazu etwas im Fernsehen angeschaut. Alle anderen Vorschulkinder waren gleich sehr interessiert und so nahm das Ganze seinen Lauf. Wir haben Bücher gewälzt, das Sonnensystem mit Bällen nachempfunden, die Bewegung der Erde um die Sonne und die des Mondes um die Erde nachgemacht, dazu haben sich die Kinder mit verschieden große Bälle bewegt. Schließlich wurde der Globus ganz genau studiert und die Idee geboren selber eine Erdkugel anzufertigen. Ein Riesenluftballon wurde aufgeblasen und mit Papier und Kleister als große Kugel gestaltet, danach ging es mit Farbe weiter. Der Globus im Kindergarten diente immer wieder als Anschauungsobjekt und so ist schließlich eine beeindruckende Weltkugel entstanden aber ohne die Ländergrenzen auf dem Globus. Denn die Erde gab es schließlich schon bevor die Menschen sie in Länder eingeteilt haben.

 

Figuren und die Umgebung dazu

Gerne beschäftigen sich die Kinder im Werkraum und ein paar Kinder haben phantasievolle Figuren zusammen geleimt. Das fanden alle toll und wollten es auch machen und im Laufe von Monaten sind 41 ganz unterschiedliche Figuren entstanden. Damit die Figuren einen schönen Platz haben und auch gut mit ihnen gespielt werden kann, haben einige Kinder eine abwechslungsreiche Umgebung gestaltet. Beim Boys/Girlsday hatten wir Besuch von drei großen Jungs, die am Anfang gleich unterstützend zur Seite stehen konnten. Danach haben die Kinder eifrig alleine weiter gearbeitet und es gibt einen See, ein Schiff, ein Haus, Höhlen, einen Berg und eine Rutsche. Das Ganze wurde noch farbenfroh angemalt und wird jetzt begeistert genutzt. Selbstgemachtes Spielzeug ist doch einfach super und hat für die Kinder einen besonderen Wert.

 

 

Flecki unser Pferd

Flecki gibt es schon seit Jahren, es ist ein Pferd, das von den Kindern zusammen mit den Bezugspersonen gebaut wurde. Erst ein Holzgerüst, dann Stoffe darum und schließlich Draht und Pappmachee Das Pferd wurde angemalt, braun mit weißen Flecken und hat dadurch seinen Namen bekommen. Nach dem ersten Jahr in ständigem Gebrauch hat sich das „Fell“ langsam aufgelöst und Flecki drohte ganz kaputt zu gehen. Deshalb wurde es repariert und mit einer dicken Gipsschicht überzogen, weiter ging es im Galopp. Leider hat sich auch die Gipsschicht als nicht stabil genug für den Dauergebrauch erwiesen und so war nach einem weiteren Jahr die nächste Reparatur fällig. Diesmal haben wir Flecki mit Malerkrepp umwickelt und dick mit neuer Farbe angestrichen, hoffentlich ist das Fell nun beständiger, denn Flecki trägt schon wieder viele Kinder durch den Kindergarten. Ist wieder eine Reparatur fällig geht das Projekt Kindergartenpferd vielleicht in die vierte Runde falls die Kinder das beschließen. Wer weiß?

 

Eltern – Kind – Aktionstage

Im Frühjahr und im Herbst treffen sich die Familien bei uns im Garten und bringen alles Nötige auf Vordermann. Neben der Gartenpflege gibt es immer viel zu bauen und zu reparieren. Heuer war besonders viel zu tun, denn der Gartenteich und der Pflanzenfilter brauchten eine neue Folie und mussten wieder neu angelegt werden. Die Bretter um die Beete im Gemüsegarten waren verfault und wurden ausgetauscht.

Vor zwei Jahren haben die Kinder mit dem FSJ ler ein Baumhaus gebaut, das nun nicht mehr sicher war und dringend ausgetauscht werden musste. Beim Aktionstag war es so weit, ein supertolles Baumhaus wurde für die Kinder aufgebaut und lädt zum abwechslungsreichen Spiel ein.

Vielen Dank an die vielen Eltern, die beim Gartentag so aktiv für und mit den Kindern im Einsatz waren !!!